Haikutter | Bellis
Geschichte der Haikutter
Zur Geschichte der Haikutter
Ende der 1880er Jahre waren in Dänemark große Kutter von 20-40 t im Gebrauch. Sie benutzten Drehwaden (Snurrewaden) zum Fischen. War der Fischgrund erreicht, ankerte der Kutter und mit einem Beiboot wurden Wade (Netz) und Leinen in der vollen Leinenlänge vom Kutter weggerudert. Anschließend wurde die Wade mit der Netzwinde an Bord geholt. War die Wade entleert, wurde sie in einem anderen Winkel wieder ausgebracht, bis in einem großen Kreis um den Anker der Grund leer gefischt war.
Um 1900 wurden die ersten Schiffe des „Hai-Typs" gebaut. Die Schiffe waren bedeutend kleiner als die alten Kutter und hatten in Anlehnung an die Großsegler ein richtiges überhängendes elliptisches Schiffsheck. Der große Vorteil: Sie konnten die Netzmanöver mit Hilfe ihres kleinen Hilfsmotors ohne Beiboot ausführen und waren damit schneller als die anderen Kutter. Weil sie schnell und wendig waren, und den „alten" Kuttern die Fänge wegschnappten, kam es wohl zu der Namensgebung „Hai-Kutter".